Phobien: Therapie und Behandlung

Unter einer spezifischen Phobie versteht man eine exzessive unangemessene Angst vor konkreten Objekten oder eng umschriebene Situationen, in denen eine Gefahr vermutet wird. Zu den häufigsten spezifischen Phobien zählen die Furcht vor Tieren (z.B. Hunde, Spinnen, Schlagen), die Höhenangst, die Furcht vor der Nutzung von Fahrzeugen (z.B. Autos, U-Bahnen, Lifte, Flugangst), die Angst vor geschlossenen Räumen (Klaustrophobie) sowie vor Blut, Spritzen oder Verletzungen.

Auch Arbeits-, Schul- und Prüfungsängste gehören zu dieser Gruppe von Ängsten. Spezifische Phobien entstehen häufig in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter. Bilden sie sich mit dem Älterwerden nicht von selbst zurück, können sie – unbehandelt – jahrzehntelang fortbestehen. Betroffene arrangieren sich oft mit der Störung, indem sie die angstauslösenden Situationen und Objekte meiden. Sie benutzen z.B. keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr oder weigern sich zum Arzt zu gehen. Krankheitswert erreicht eine Phobie dann, wenn sie das Alltagsleben stark einschränkt und beeinträchtigt und der Betroffene sehr unter der Phobie leidet.

Ist beispielsweise Ihr Arbeitsplatz bedroht ist, weil Sie keine Geschäftsreisen mehr unternehmen können oder zieht die Phobie Partnerschaftsprobleme nach sich, sollten Sie sich in eine psychotherapeutische Behandlung begeben. Bei der Behandlung spezifischer Phobien hat sich die Verhaltenstherapie am besten bewährt und gilt als Methode der Wahl.