Belastungs- und Anpassungsstörungen

Psychisch schwer belastende Ereignisse können einen Menschen derart überfordern, dass er an der Belastungs- oder Anpassungsstörung erkrankt.

Menschen verarbeiten psychisch belastende Ereignisse unterschiedlich gut. Schwerwiegende oder grundlegende Lebensveränderungen wie z.B. der Verlust des Arbeitsplatzes, eine schwere Krankheit oder ein Umzug in eine andere Stadt können derart überfordern, das psychische Symptome wie Niedergeschlagenheit, Trauer, Lustlosigkeit oder auch Ängste entstehen. Das Leben dieser Menschen wird dadurch maßgeblich beeinträchtigt.

Die akute Belastungsstörung kann bei außergewöhnlichen physischen oder psychische Belastung entstehen. Man fühlt sich wie „betäubt“, „nicht richtig da“, „durcheinander“, ist unaufmerksamer, Reize überfordern, man ist unruhig und überaktiv, wie „auf der Flucht“. Manchmal zieht man sich von allen zurück, erlebt panische Angst, Herzklopfen, Schwitzen und Erröten. Die Symptome klingen innerhalb von Stunden bis Tagen ab.

Die posttraumatische Belastungsstörung kann nach außergewöhnlich bedrohlichen oder katastrophalen Erlebnissen entstehen, die fast bei jedem eine tiefe Verzweiflung ervorrufen würden, z.B. schwere Unfälle, Folter, Gewaltverbrechen oder Kriegserleben. Typisch ist das Wiedererleben des belastenden Ereignisses in sich wiederholt aufdrängenden Erinnerungen oder Alpträumen. Der Betroffene empfindet ein andauerndes Betäubtheitsgefühl, ist emotional stumpf, gegenüber anderen gleichgültig oder teilnahmslos. Instinktiv meidet er alles, was seine ängstigende Erinnerung auslösen könnte. Dazu ist er oft übererregt und übermäßig wach.

Diese schweren Probleme sind nur durch eine professionelle psychotherapeutische Behandlung und ggf. medikamentöser Begleitbehandlung zu bewältigen.

Wir helfen unsere Patienten mit Anpassungs- oder Belastungsstörungen wieder in einen stabilen Zustand zurückzufinden und die belastenden Erlebnisse zu verarbeiten.

Sollten Sie oder Angehörige unter diesen Problemen leiden, raten wir Ihnen dringend, professionelle psychotherapeutische und psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen.